Wohlbefinden und die Lebensqualität steigern

15. Juni 2026

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Der DGB-Kreisvorstand Dingolfing-Landau unterstützt das Snoezelen-Projekt des Caritas Wohn- und Pflegezentrums St. Gotthard in Hengersberg: (v.li.) Christoph Bretterklieber, Anja Gibis (Einrichtungsleitung), Bernd Vilsmeier, DGB-Kreisvorsitzender Cengiz Kahya, Klaus Albrecht, Michaela Schütt (Stationsleitung und Projektbetreuung) und Kathrin Kirchner.

DGB-Kreisverband unterstützt Caritas-Projekt in Hengersberg

Dingolfing-Landau.
„Um das Wohlbefinden und die Lebensqualität bei den Bewohnerinnen und Bewohnern im Wohn- und Pflegezentrum St. Gotthard in Hengersberg zu steigern unterstützen wir als DGB-Kreisverband das Snoezelen-Projekt sehr gerne“, so DGB-Kreisvorsitzender Cengiz Kahya. Zusammen mit dem DGB-Kreisvorstand hatte Vorsitzender Kahya Frau Michaela Schütt, Stationsleiterin und Initiatorin und Betreuerin des Projekts, und Frau Anja Gibis, Einrichtungsleiterin des Wohn- und Pflegezentrums St. Gotthard in Hengersberg, zur Übergabe einer Spende aus der Tombola bei der DGB-Maifeier in Dingolfing eingeladen.

Michaela Schütt stellte dem DGB-Kreisvorstand das Snoezelen-Projekt genauer vor. Snoezelen ist eine Wortschöpfung aus den beiden niederländischen Verben „snuffelen“ (schnüffeln) und „doezelen“ (dösen) und bedeutet den Aufenthalt in einem gemütlichen, angenehm warmen Raum, in dem bequem liegend oder sitzend, umgeben von leisen Klängen und Melodien, Lichteffekte betrachtet werden. Das gezielt ausgesuchte Angebot steuert und ordnet die Reize, weckt Interesse, ruft Erinnerungen hervor und lenkt Beziehungen. Das Snoezelen soll immer Wohlbefinden erzeugen. In der ruhigen Atmosphäre werden den Menschen Ängste genommen und sie fühlen sich geborgen. Snoezelen dient der Verbesserung der sensitiven Wahrnehmung und zugleich der Entspannung.

Studien zeigen, so Schütt, dass Snoezelen als therapeutisches Medium bei psychischen Problemen zur Bewältigung und Kompensation von Belastungssituationen, bei physiologischen Erkrankungen, bei emotionalen Problemen aber auch bei Aufmerksamkeitsstörungen, mangelnder Konzentration und Motivation anwendbar ist. Konzentrierte sich das Snoezelen in den ersten Jahren auf Menschen mit geistigen Behinderungen, so wird diese Intervention seither gleichermaßen in Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Freizeit- und Senioreneinrichtungen, in Kliniken und Hospizen umgesetzt, erklärte Schütt weiter.

Für eine wirksame Snoezelen-Intervention ist es notwendig, dass Inhalte und Methoden auf die Bedürfnisse der Adressatengruppen abgestimmt sind. Entwicklungsstufen, Krankheitsbilder, Biografien und soziales Umfeld sowie momentane Befindlichkeit des Klienten haben Einfluss auf das Snoezelenangebot. Die Snoezelenfachkraft muss im Vorfeld Lichteffekte, Klänge und Musik, Aromen, Ort der Lagerung, Dauer des Angebots und Inhalt auf die zu betreuende Person abstimmen. Um das Projekt umsetzen zu können will das Caritas-Zentrum in Hengersberg einen „Snoezelenwagen“ anschaffen, mit dem die entsprechenden Ausstattung auch an das Bett wenig mobiler Menschen geschoben werden können. Und dafür sind wir für diese Spende sehr dankbar, so Michaela Schütt und Anja Gibis vom Caritas-Zentrum in Hengersberg.

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