Diskussionsveranstaltung mit Bürgermeisterkandidat Dr. Bernd Vilsmeier
Marklkofen.
„Meine Erfahrung in der Kommunalpolitik im Gemeinderat und Kreistag über fast zwei Jahrzehnte und die Führungskompetenz aus meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit in einem internationalen Umfeld möchte ich den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Marklkofen für eine positive Zukunftsentwicklung der Gemeinde zur Verfügung stellen“, begrüßte der Bürgermeisterkandidat Dr. Bernd Vilsmeier zur Diskussionsveranstaltung im Ristorante Roma am vergangenen Donnerstag Abend.
Dazu freute sich Vilsmeier über den zahlreichen Besuch interessierter Bürgerinnen und Bürger, und begrüßte namentlich die Gemeinderäte Konrad Kißlinger und Christoph Heigl, dazu die ehemaligen Gemeinderäte Hans und Sepp Vilsmeier, den SPD-Ortsvorsitzenden von Marklkofen Franz Wimmer und besonders den stellvertretenden SPD-Vorsitzender aus Burghausen Heinz Sedlmeier, ein ehemaliger Marklkofener.
Eingangs stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD-Liste für die Wahl zum Gemeinderat vor. Für den künftigen Gemeinderat in Marklkofen kandidieren Dr. Bernd Vilsmeier, Warth, zugleich Bürgermeisterkandidat, Barbara Scharf, Freinberg, Hans Vilsmeier jun., Freinberg, Franz Wimmer, Marklkofen, Manfred Belendir, Steinberg, Helmut Rosner, Marklkofen, Stefan Kenfenheuer, Steinberg, Alexander Vilsmeier, Steinberg, Steffen Lerchner, Poxau und Sepp Vilsmeier, Warth.
Einleitend stellte sich Dr. Bernd Vilsmeier noch persönlich vor. Er kandidiert mit Unterstützung der SPD-Liste und den unabhängigen Bürgern „WIR für die Gemeinde Marklkofen“ zum künftigen Bürgermeister in der Gemeinde Marklkofen. Vilsmeier ist gebürtiger Vilstaler und in Steinberg-Warth aufgewachsen. Nach dem Abitur in Straubing und Wehrdienst in Landshut, ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen der Bundeswehr, studierte er in München Veterinärmedizin und promovierte danach in Medizinischer Mikrobiologie zum Dr. med. vet. Seit dem folgten berufliche Stationen im In- und Ausland in den Bereichen Biotechnologie und Arzneimittelentwicklung und -herstellung.
Der 59-jährige Vilsmeier ist lokal- und regionalpolitisch kein Unbekannter und quasi „SPD-technisch genetisch vorbelastet, denn seine Familie ist schon in der dritten Generation kommunalpolitisch tätig. Sein Großvater hatte als zweiter Bürgermeister nach dem Krieg ebenfalls eine Flüchtlingskrise zu bewältigen und sein Vater war langjähriger Gemeinderat. Seit 2008 ist Vilsmeier Gemeinderat in der Gemeinde Marklkofen und seit 2014 Kreisrat im Landkreis Dingolfing-Landau. Gesellschaftliches Engagement wurde in der Familie Vilsmeier schon immer groß geschrieben. Das zeigt auch sein Bruder Josef, der derzeit Pfarrherr in Ergolding und Oberglaim bei Landshut ist. Vilsmeier ist zudem SPD-Kreisvorsitzender in Dingolfing-Landau, stellvertretender SPD-Bezirksvorsitzender und ehrenamtlich unter anderem beim DGB, der Arbeiterwohlfahrt und beim Auto-Club-Europa tätig.
In der Kommunalpolitik ist man am nächsten an den Menschen dran, sozusagen von der „Wiege bis zur Bahre“, denn dort kommen die Bürgerinnen und Bürger am direktesten mit kommunalen Einrichtungen in Berührung, erklärte Vilsmeier. Die Krankenhäuser, die Kindertagesstätten, die Schulen, Straßen und Infrastruktur, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Feuerwehren, bis hin zu den Friedhöfen, sind klassische Pflichtaufgaben der Kommunen. Dazu sind die Kommunen vielfach Träger von Kultur- und Sporteinrichtungen.
In einem kurzen Rückblick auf die endende Wahlperiode seit 2020 zeigte Vilsmeier auf, was alles in der Gemeinde und Landkreis geleistet worden ist. In der Gemeinde Marklkofen entstand die langersehnte Südumgehung, die Wasserversorgung ist auf modernstem Stand, die erneuerbaren Energien mit Wind und Sonne beschäftigten den Gemeinderat, Bauland wird und wurde erschlossen, der Breitbandausbau geht voran, könnte aber noch zügiger sein, die Kindergärten sind auf aktuellem Stand, die Feuerwehren modern ausgerüstet, das Freibad in Steinberg wurde saniert. Für Diskussionen sorgte die neu erfasste Grundsteuer. Hier konnte auf Vorschlag von Vilsmeier ein tragbarer Kompromiss erreicht werden. Die Neubebauung am Steinberger Dorfplatz konnte nach langen Planungen und Diskussionen starten.
Im Landkreis stehen große Projekte wie die Sanierung der Realschule in Dingolfing, der Neubau der Lebenshilfeschule in Landau, die Modernisierung der Seniorenheime in Mengkofen und Reisbach und der Ausbau des Schulstandortes in Landau zum Sozialcampus im Mittelpunkt. Auch der vor zwei Jahren eingeführte Rufbus „LanDi“ ist eine weit beachtetes Vorzeigeprojekt im Landkreis.
Die bevorstehenden Aufgaben in der Gemeinde und im Landkreis werden aber nicht weniger herausfordernd sein, so Vilsmeier. Ganz wichtig ist Vilsmeier eine gute Kommunikation zwischen Gemeinde und den Bürgern und Betrieben, denn nur wenn alle am selben Strang und möglichst auch in die gleiche Richtung ziehen, geht es in der Gemeinde voran. Darum ist ein klarer, sachlicher und partnerschaftlicher Austausch zwischen Bürgern und Gemeinde sehr wichtig.
Die Gemeinde Marklkofen steht derzeit finanziell gut da. Die Steuereinnahmen laufen gut, die Schulden wurden laufend reduziert. Aber wir alle wissen, was sich aktuell alles auf der Welt ereignet, und das wird auch seine Auswirkungen auf unser Leben vor Ort haben, so Vilsmeier.
Dabei muss man wissen, dass oft auf anderen Ebenen entschieden, wie viel finanzielle Mittel die Gemeinde letztlich zur Verfügung hat. Denn von den drei kommunalen Ebenen Gemeinde – Landkreis – Bezirk hat nur die Gemeinde eigene Steuereinnahmen. Die Landkreise holen sich ihr Geld über die Kreisumlage von den Gemeinden und der Bezirk über die Bezirksumlage von den Landkreisen. Derzeit liegt die Kreisumlage im Landkreis bei 49 Punkten - in den meisten Nachbarlandkreisen ist sie noch höher. Das bedeutet für Marklkofen, dass knapp die Hälfte der Steuereinnahmen der Gemeinde an den Landkreis abgegeben werden müssen. Und der Landkreis muss davon wieder 21,75 Prozent an den Bezirk Niederbayern weitergeben. Darum ist ein kommunalpolitischer Rundumblick in die Nachbargemeinden und die Nachbarlandkreise für einen Bürgermeister von großer Wichtigkeit, nicht nur wegen der guten Nachbarschaft, sondern auch um gegebenenfalls genügend Verbündete bei Lobbyarbeit für unsere Kommunen zu haben, wenn es nicht nur ums, aber auch ums Geld geht.
Als zentrale Aufgaben für den künftigen Bürgermeister und Gemeinderat sind der weitere Ausbau des Internets, die Weiterentwicklung von Marklkofen als attraktiver Wirtschafts- und und Wohnort, so Vilsmeier. Nicht nur eine gut ausgebaute Infrastruktur mit sicheren Verkehrswegen für jung und alt, sondern auch gute ausgestattete Kindergärten und Schulen, eine nachhaltige Energieversorgung und bezahlbares Wohnen, die Unterstützung des Ehrenamts in Vereinen und im bürgerschaftlichen Engagement sind grundlegend für unseres Zusammenleben in der Gemeinde, so Vilsmeier abschließend.
Zum Schluss wies Dr. Vilsmeier noch darauf hin, dass er der bestplatzierteste Kreistagskandidat aus der Gemeinde Marklkofen ist. Deshalb ist es wichtig für die Wählerinnen und Wähler mit ihren Stimmen dafür zu sorgen, dass die Gemeinde Marklkofen ein hörbare Stimme im künftigen Kreistag hat.
Bis hin zum Wahltag am 8. März wird Vilsmeier weiterhin das Gespräch und die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Gemeinde suchen, um zu sehen, wo manchen der Schuh drückt. „Ich bin mir sicher, dass ich erforderliche die Sach- und Fachkenntnis und die notwendige Erfahrung auf vielen Ebenen mitbringe, um für eine weitere guten Entwicklung der Gemeinde Marklkofen zu sorgen“, schloss Vilsmeier seinen Vortrag und stellte seine Vorstellungen zur Diskussion, von der dann reichlich Gebrauch gemacht wurde.