Intensive Diskussion über die Zukunft der Rente

06. Juli 2026

260701_Mariakirchen
Die SPD-Politiker aus Rottal-Inn und Dingolfing-Landau fordern deutliche Nachbesserungen beim Rentenpapier der Kommission: (v.li.n.re.) Benjamin Lettl, Marlene Hofer, Sophie Hofer, Thomas Asböck, Johannes Schätzl, Severin Eder, Christian Berg, Bernd Vilsmeier, Andreas Zocher, Maria Bellmann.

Johannes Schätzl MdB beim SPD-Biergartengespräch

Arnstorf-Mariakirchen.
Zum gemeinsamen Biergartengespräch der SPD-Kreisverbände Rottal-Inn und Dingolfing-Landau mit dem Bundestagsabgeordneten Johannes Schätzl (SPD) kamen zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Mittwoch in den Schlossbräu nach Mariakirchen. Aufgrund des wechselhaften Wetters musste die Veranstaltung kurzfristig vom Biergarten in die Gaststube verlegt werden. Der guten Stimmung und den lebhaften Diskussionen tat dies jedoch keinen Abbruch. Im Mittelpunkt des Abends stand die aktuelle Rentendebatte. Vor dem Hintergrund der jüngsten Empfehlungen der Rentenkommission nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an Johannes Schätzl zu richten und mit ihm über die Zukunft der Alterssicherung sowie weitere aktuelle bundespolitische Themen zu diskutieren.

Die SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier (Dingolfing-Landau) und Severin Eder (Rottal-Inn) betonten die Bedeutung des direkten Austauschs: „Politik lebt von Nähe und Austausch auf Augenhöhe – und genau das haben wir mit diesem Format geschafft. Gerade jetzt, wo viele Reformvorschläge aus Berlin kommen, die teilweise verunsichern und aus SPD-Sicht nicht gehen, ist es umso wichtiger, einen direkten Austausch mit unserem Bundestagsabgeordneten zu haben.“

Johannes Schätzl MdB positionierte sich dabei klar gegen die Empfehlung der Rentenkommission, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren infrage zu stellen. Er erklärte: „Wer 45 Jahre gearbeitet, Beiträge gezahlt und unser Land mit aufgebaut hat, muss sich darauf verlassen können, ohne Abschläge in den Ruhestand gehen zu können. Die Rente nach 45 Versicherungsjahren ist kein Geschenk des Staates, sondern die Anerkennung jahrzehntelanger Arbeitsleistung. Gerade Menschen in körperlich belastenden Berufen – in der Pflege, im Handwerk, in der Industrie oder im Dienstleistungsbereich – können nicht beliebig länger arbeiten. Eine starre Debatte über immer höhere Renteneintrittsalter wird der Realität vieler Beschäftigter nicht gerecht.

Ich setze mich klar für den Erhalt der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren ein, so Schätzl. Gleichzeitig müssen wir flexible Übergänge ermöglichen: Wer länger arbeiten kann und möchte, soll davon profitieren – aber wer nach einem langen Arbeitsleben seinen Beitrag geleistet hat, verdient Sicherheit und Respekt.“

Zum Abschluss zog Severin Eder ein Fazit: „Die SPD ist nicht nur dafür da, Kompromisse zu schließen, sondern auch klare Haltung zu zeigen. Gerade bei den aktuellen Reformen werden Vorschläge diskutiert, die von einem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geprägt sind. Das können und dürfen wir als SPD nicht mittragen.“ „Wer unser Land mit seiner täglichen Arbeit trägt, verdient Respekt, gute Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit – hier ziehen wir als SPD eine klare rote Linie“, ergänzte Bernd Vilsmeier.

Die beiden SPD-Kreisverbände kündigten an, das Veranstaltungsformat auch künftig fortzusetzen. Der große Gesprächsbedarf habe gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und Bürgerinnen und Bürgern gerade in bewegten Zeiten sei.

Teilen