Erst unsere Jobs, dann eure Profite

21. April 2026

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Die Ehrenamtlichen vom DGB-Kreisvorstand Dingolfing-Landau freuen sich auf zahlreichen Besuch bei der DGB-Maifeier am 1. Mai in Dingolfing: (v.li.) Ralf Thannemann (ver.di), Bernd Vilsmeier (IG BCE), Maria Holaka (GEW) und DGB-Kreisvorsitzender Cengiz Kahya (IG Metall).

DGB-Kreisverband lädt zur Maifeier nach Dingolfing

Dingolfing-Landau.
Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund zum Tag der Arbeit am 1. Mai bundesweit zu hunderten Kundgebungen auf. Auch am Dingolfinger Marienplatz findet die traditionelle Maifeier des Kreisverbandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Dingolfing-Landau zusammen mit seinen Mitgliedsgewerkschaften IG BAU, IG BCE, EVG, GEW, IG Metall, NGG, GdP und ver.di statt. In ganz Bayern gibt es zum 1. Mai insgesamt 77 Veranstaltungen.

Der 1. Mai ist ein Tag des Zusammenhalts, der Solidarität, des Widerstands und des Einsatzes für den Frieden, erklärt DGB-Kreisvorsitzender Kahya, wir stehen gemeinsam für unsere Rechte, für unsere Würde und für eine gerechte Gesellschaft. Lasst uns laut sein gegen Angriffe auf Arbeitnehmerrechte, gegen Sozialabbau und gegen eine Politik, die die Interessen der Beschäftigten hinten anstellt, so Kahya, deshalb gehen wir gemeinsam auf die Straße – für sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und eine starke Demokratie.

Ein Angriff auf den 8-Stunden-Tag ist ein Angriff auf unsere Gesundheit. Unter dem Schlagwort der „Flexibilisierung“ drohen längere Arbeitstage, mehr Druck und weniger Planbarkeit. Wir sagen klar: Wir arbeiten genug!, so Kahya, der 8-Stunden-Tag schützt unsere Gesundheit, unsere Familien und unsere Freizeit. Er ist eine zentrale Errungenschaft der Arbeiterbewegung – und nicht verhandelbar. Wenn das Arbeitszeitgesetz fällt, bestimmt allein der Chef über unsere Zeit. Das lassen wir nicht zu.

Viele Unternehmen investieren zu wenig und scheuen klare Verantwortung – und das in einer Zeit, in der Arbeitsplätze ins Wanken geraten und Standorte infrage stehen. Gleichzeitig drängen Arbeitgeber und Politik auf längere Arbeitszeiten, mehr Flexibilität zulasten der Belegschaften und Einschnitte bei sozialer Sicherheit. Für viele Beschäftigte steigt dadurch die Belastung spürbar, so DGB-Kreisvorsitzender Cengiz Kahya, für den DGB-Kreisverband gilt dagegen: Die Interessen der Beschäftigten müssen wieder ins Zentrum rücken.

Unser Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, den man beliebig kürzen kann – er ist die Grundlage für Zusammenhalt und Stabilität und damit unserer Demokratie, so der stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Vilsmeier, wer heute behauptet, er sei „zu teuer“, lenkt von den eigentlichen Problemen ab: einer ungerechten Vermögensverteilung und einer unzureichenden Finanzierung. Die Rente gehört allein denjenigen, die in sie einzahlen. Wer ein Leben lang arbeitet, muss im Alter sicher leben können, so Vilsmeier. Und wir brauchen ein Gesundheitssystem, das sich an dem orientiert, was die Menschen benötigen – nicht an den Renditeerwartungen von Investoren. Wir fordern eine Gesundheitsversorgung für alle – unabhängig vom Geldbeutel.

Der DGB-Kreisvorstand hat für die diesjährige DGB-Maifeier am Dingolfinger Marienplatz wieder ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Um 9:30 Uhr geht’s los mit Live-Musik von der Band Support. Für die Kleinen präsentiert der Auto Club Europa (ACE) einen Bobby-Car Parcours um die Verkehrstüchtigkeit unter Bewies zu stellen. Und für die Größeren hat der ACE Rauschbrillen dabei, um zu sehen, wie sich unter Alkohol- und Drogeneinfluss die Wahrnehmung verändert. Das offizielle Programm startet mit der Begrüßung durch den DGB-Kreisvorsitzenden Cengiz Kahya und die Hauptrede hält in diesem Jahr die die IG Metall-Sekretärin für Politik Lisa Renner aus Landshut, die vorher beim DGB-Rechtsschutz gearbeitet hat. Dazu veranstaltet der DGB-Kreisvorstand eine Tombola für einen guten Zweck. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Ehrenamtlichen vom DGB-Kreisvorstand freuen sich auf Euren Besuch!

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