Schulleitung der Grundschule St. Josef im Gespräch mit den ACE
Dingolfing.
Im Nachgang zur Auswertung der ACE-Clubinitiative „Easy Going – Schulweg-Index-2025“ des Kreisvorstandes des Auto Club Europa (ACE) vom letzten Jahr trafen sich am vergangenen Montag die ACE-Regionalbeauftragte Ursula Hildebrand und der ACE-Kreisvorsitzende Dr. Bernd Vilsmeier mit der Schulleitung der Grundschule St. Josef in Dingolfing, vertreten durch die Rektorin Karin Lammer und Konrektor Franz Weinzierl, vor Ort am St.-Josef-Platz in Dingolfing.
Mit der Aktion „Easy Going – Schulweg-Index-2025“ in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) stellte der der Auto Club Europa (ACE) die Schulwegsicherheit in den Fokus. Dabei standen zwei zentrale Fragen im Fokus: Wie sicher ist die Verkehrsinfrastruktur rund um die Schulen, und wie beeinflusst der Bringverkehr durch Elterntaxis die Sicherheit der Kinder?
Die Ergebnisse der in ganz Deutschland durchgeführten Clubinitiative flossen in den „ACE-Schulweg-Index 2025“ ein, der ein Lagebild zur Schulwegsicherheit in ganz Deutschland lieferte. Der örtliche in den Kreisen Erding, Freising, Landshut, Dingolfing-Landau und Rottal-Inn zuständige ACE-Kreisvorstand beteiligte sich an der ACE-Aktion. Dabei wurde unter anderem allmorgendliche Bringverkehr an der Grundschule St. Josef in Dingolfing an Hand eines vom ACE erstellten Fragebogens mit Punktewertungssystem erfasst.
Beim Check an der Grundschule St. Josef in Dingolfing konnte eine sichere Infrastruktur im Umfeld festgestellt werden. Die Schule liegt nicht an einer Hauptstraße, was schon deutlich weniger Verkehr vorm Schuleingang bedeutet. Dazu gibt es einen sicheren Bürgersteig mit Geländer vor der Eingangstür, so dass die Kinder nicht direkt auf die Straße gelangen können. Zur Querung der Straße gibt es einen klar gekennzeichneten Zebrastreifen und dazu Halteverbote für Pkw. Außerdem liegt gegenüber der Schule ein Parkdeck, was ein relativ sicheres Aussteigen der Kinder aus dem Auto beim Bringverkehr ermöglicht. Und der Fahrradparkplatz kann nur über einen Geh- und Radweg erreicht werden.
Bei der Aktion während des Bringverkehrs vor Schulbeginn konnten von den ACE-Ehrenamtlichen 73 Autos erfasst werden. Knapp zwei Drittel der Eltern verhielten sich fehlerfrei. Gut ein Drittel gefährdete die Kinder durch Halten im Halteverbot, auf dem Zebrastreifen oder in zweiter Reihe, oder blockierten Einfahrten. Immerhin ließen fast 92 Prozent der Eltern die Kinder auf der richtigen Seite, also zum Gehweg hin, aussteigen. Und knapp drei Prozent gefährdeten die Kinder durch Wenden oder Rückwärtsfahren.
Insgesamt ergab dies das positive ACE-Testurteil "in Ordnung", das Prädikat "sicher" wurde nur ganz knapp verpasst. Die ACE-Kreisvorstandschaft sprach die Empfehlung aus, das Bewusstsein der Eltern für ihre Kinder noch mehr zu schärfen, damit ihnen die Gefahren ihrer Kinder im auf dem täglichen Schulweg, nicht nur durch den Bring- und Holverkehr, noch bewusster werden.
Im Gespräch mit der Rektorin Lammer und Konrektor Weinzierl erfuhren Hildebrand und Vilsmeier, dass die Schule bereits regelmäßig bei verschiedensten Schulveranstaltungen auf die Sicherheit für die Schulkinder hinweist. Zudem wird die Schule von der Verkehrswacht zu Schulbeginn nach den Ferien mit Transparenten für den sicheren Schulweg unterstützt. Auch die Polizei und die städtische Verkehrsüberwachung helfen der Schule, dass die Verkehrsteilnehmer die vorgegebenen Verkehrsregelungen einhalten.
Die Schulleitung will die Sicherheit für die Schulkinder weiterhin auf der Tagesordnung behalten und auf das Sicherheitsbewusstsein der Eltern für den Schulweg ihrer Schulkinder appellieren. Die Verantwortlichen des ACE sicherten ihre Unterstützung zu, noch weitere kleinere Verbesserungen an der Sicherheitsinfrastruktur durch die Stadt zu erreichen, wie die Erstellung von Sperrflächen, um Halteverbote noch besser zu kennzeichnen, und die Situation an der Bushaltestelle für die Kinder noch besser erkennbar zu machen.
Ursula Hildebrand und Dr. Bernd Vilsmeier vom ACE bedankten sich für das aufschlussreiche Gespräch mit Frau Lammer und Herrn Weinzierl und übergaben noch weiteres Infomaterial zum sicheren Schulweg für die Eltern und Schulkinder an die Schulleitung. Außerdem erklärten die ACE-Vertreter, wenn gewünscht, zum Thema Schulwegsicherheit vor Ort zu informieren.