ACE-Aktion „Gefahrenstelle Auffahrt?“

01. Juni 2026

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Die ACE-Kreisvorsitzenden Bernd Vilsmeier (li.) und Anja König (re.) beobachteten das Verhalten der Autofahrer an der A92 Auffahrt Landau/Isar Richtung München.

Auto Club Europa (ACE) checkt Verhalten beim Auffahren auf die Autobahn

Landau/Isar.
Beim Auffahren auf Fernstraßen oder Autobahnen nutzen die meisten Autofahrerinnen und Autofahrer die Einfädelungsstreifen vollständig, um ihre Geschwindigkeit an den fließenden Verkehr anzupassen. Doch was passiert, wenn sich keine ausreichend große Lücke ergibt, um sicher einzufädeln? Oder: Autofahrende verzichten auf das Blinken – und scheren einfach in den fließenden Verkehr ein. Diese Situationen kennen viele Verkehrsteilnehmer aus eigener Erfahrung. Genau diesem kritischen Punkt widmet sich die ACE-Erhebung zum „Tag der Verkehrssicherheit 2026“. So wurden kürzlich bei Landau/Isar (Landkreis Dingolfing-Landau) an der Auffahrt zur Autobahn 92 (A92) in Richtung München Autofahrende beobachtet – und bei knapp 15 Prozent ein Fehlverhalten dokumentiert.

Das Auffahren auf Autobahnen und Fernstraßen ist ein alltäglicher Vorgang, der jedoch seine Tücken hat. Mit der bundesweiten Aktion unter dem Motto „Gefahrenstelle Auffahrt?“ rückt der Autoclub Europa diesen sensiblen Bereich stärker in den Fokus und will mögliche Gefahren sichtbar machen. Daher waren Ehrenamtliche und Mitarbeitende des ACE seit März bis Anfang Juni Mai bundesweit unterwegs, um Auffahrtssituationen an rund 100 Fernstraßen zu beobachten und zu dokumentieren – auch in Landau/Isar der Auffahrt zur A92. Die bundesweiten Ergebnisse werden zum Tag der Verkehrssicherheit am 20. Juni veröffentlicht.

Bernd Vilsmeier, ACE-Kreisvorsitzender im Kreis Landshut-Erding, und Anja König, stellvertretende ACE-Kreisvorsitzende in Landshut-Erding, konnten am 29. Mai an der Anschlussstelle Landau/Isar der A92 185 Fahrzeuge beobachten, die in Fahrtrichtung München auf die Autobahn auffuhren. 26 Fahrerinnen und Fahrer setzten dabei beim Wechsel vom Beschleunigungsstreifen auf die Autobahn keinen Blinker. Das Blinken ist ein wichtiges Signal für alle weiteren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, so Vilsmeier. Es signalisiert den kommenden Spurwechsel – und sorgt dafür, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer entsprechend angepasst fahren. Wenn das Signal ausbleibt, könne es zu gefährlichen Situationen oder Missverständnissen kommen.

Als besonders bedenklich war das Verhalten von drei Fahrerinnen und Fahrer zu bewerten, so die stellvertretende ACE-Kreisvorsitzende Anja König, diese wechselten sofort nach dem Auffahren auf die linke Spur, noch dazu über die durchgezogene Linie – was zu gefährlichen Situationen oder Ausweichmanövern führen kann.

Ein Verkehrsteilnehmer überfuhr die durchgezogene Linie am Ende des Einfädelungsstreifens und wechselte erst danach auf die rechte Fahrspur – trotz einer dort verhältnismäßig langen Einfädelspur.

Daher der Appell der ACE-Kreisvorsitzenden König und Vilsmeier an alle Autofahrerinnen und Autofahrer, beim Auffahren auf Bundesstraßen und Autobahnen besonders aufzupassen, den Verkehr im Auge beziehungsweise im Rückspiegel zu haben und rechtzeitig durch Blinken zu signalisieren, dass sie einfahren möchten. So können gefährliche Situationen vermieden werden.

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